Accessibility über alle Kanäle hinweg
Barrierefreiheit betrifft nicht nur Websites. Auch PDFs, Newsletter, Apps oder digitale Dokumente müssen so aufgebaut sein, dass Inhalte von Screenreadern und assistiven Technologien zuverlässig erfasst werden können.
Deshalb berücksichtigen wir Accessibility bereits in der Inhaltsstruktur und im Publishing-Workflow, von semantisch aufgebauten Quellen bis zu sauber strukturierten Ausgabeformaten für Web, Print und digitale Plattformen.
Zugängliche PDFs aus InDesign
Auch in InDesign kann ein erheblicher Grad an Barrierefreiheit erreicht werden, wenn der Dokumentaufbau von Beginn an stimmig ist. Dazu gehören klar definierte Absatz- und Zeichenformate mit zugewiesenen PDF-Tags, eine konsistente Verwendung von Überschriftenebenen, eine sinnvolle Lesereihenfolge im Artikel-Panel sowie Alternativtexte für alle nicht-dekorativen Bilder und Grafiken.
Bei der Ausgabe als PDF werden Tag-Struktur, Sprachattribute und Metadaten so gesetzt, dass der erzeugte PDF/UA-konform ist. Wir beraten unsere Kund:innen, wie sich diese Schritte sinnvoll in den bestehenden Layoutprozess einbetten lassen, ohne dass die Produktion deutlich aufwändiger wird.
Barrierefreiheit im Web
Bei Websites und Web-Anwendungen orientieren wir uns an den WCAG-Richtlinien (aktuell Version 2.2, Level AA). Das umfasst semantisch korrektes Markup mit den richtigen HTML-Elementen, ausreichende Farbkontraste, eine vollständige Tastaturbedienung, sinnvolle ARIA-Labels und aussagekräftige Alternativtexte für alle Bilder, Icons und interaktiven Elemente.
Genauso wichtig ist eine Content-Struktur, die auch ohne visuelle Hinweise verständlich bleibt: aussagekräftige Linktexte, klare Überschriften-Hierarchie, gut beschriebene Formulare. Diese Aspekte fliessen schon in die Konzept- und Designphase ein.
Standards und Prüfung
Unsere Arbeit orientiert sich an den WCAG 2.2 für digitale Angebote, PDF/UA für barrierefreie Dokumente sowie dem Schweizer Behindertengleichstellungsgesetz. Projekte werden mit automatisierten Tools (z.B. axe, Lighthouse, PAC) und manuellen Audits geprüft.
Auf Wunsch schulen wir Redaktionen und Designer:innen, damit Accessibility nicht nur beim Launch, sondern auch im täglichen Betrieb eingehalten wird – beim Anlegen neuer Artikel, PDFs und Bilder.
Zugänglich von Anfang an.
Accessibility nachträglich einzubauen, ist meist aufwändiger und führt zu weniger guten Ergebnissen, als wenn sie von Anfang an Teil des Konzepts ist – egal, ob es sich um das Web, PDFs oder InDesign-Dokumente handelt.