Smartes Publishing

Effiziente Medienproduktion entsteht dort, wo Inhalte strukturiert erfasst, zentral verwaltet und automatisiert in unterschiedliche Kanäle ausgespielt werden können. Durchdachte Templates, strukturierte Daten und etablierte Werkzeuge bilden dafür die Grundlage – von XML- und Database-Publishing über automatisierte Bildbearbeitung und Katalogproduktion bis zu KI-gestützten Redaktions-Workflows.

Templates als Produktionsgrundlage

Saubere Templates sind das Rückgrat einer effizienten Medienproduktion. Ob InDesign-Vorlagen für die Print-Produktion, Komponenten-Bibliotheken im CMS oder strukturierte Layout-Definitionen für automatisierte Satzproduktion: gut konzipierte Templates reduzieren Aufwand bei jedem Folgeprojekt und sorgen für eine einheitliche Erscheinung über alle Kanäle hinweg.

Wir entwickeln Templates, die nicht nur zum aktuellen Anwendungsfall passen, sondern auch erweiterbar bleiben, damit neue Anforderungen integriert werden können, ohne die bestehende Struktur zu sprengen.

Strukturierte Datenhaltung als Grundlage

Inhalte lassen sich nur effizient mehrfach verwenden, wenn sie sauber strukturiert vorliegen. Wir setzen auf medienneutrale Datenhaltung in zentralen Systemen, klar definierte Felder und konsistente Metadaten. Auf dieser Basis kann derselbe Inhalt in unterschiedlichen Kanälen automatisiert ausgespielt werden – vom gedruckten Katalog über die Web-Detailseite bis zum Social-Media-Post.

Je nach Anwendungsfall arbeiten wir mit unterschiedlichen Datenformaten: CSV für einfache tabellarische Datensätze, XML für hierarchisch strukturierte Inhalte mit semantischer Auszeichnung, JSON für die Anbindung an moderne Schnittstellen und Markdown für Inhalte, die später auch in KI-Workflows weiterverarbeitet werden. Die Wahl des Formats hängt davon ab, wer die Daten pflegt, wohin sie ausgespielt werden und wie komplex die Strukturen sind.

Repetitive Layouts wie Produktkataloge, Geschäftsberichte oder periodische Magazine eignen sich besonders für eine automatisierte Produktion. Hier zahlt sich die Vorarbeit in der Datenstrukturierung am deutlichsten aus.

XML-Publishing

Strukturierte Inhalte, getrennt von der Form

Bei umfangreichen, stark strukturierten Inhalten wie technischen Dokumentationen, Lehrmitteln, Fachpublikationen oder Produktkatalogen, setzen wir auf XML als Datenformat. Inhalte und Auszeichnung werden konsequent von der Form getrennt. Aus derselben XML-Quelle entstehen Print-Layouts, Web-Versionen, EPUBs oder mobile Ausgaben, jeweils mit eigenen Stylesheets, aber identischer inhaltlicher Basis.

XML-Publishing eignet sich besonders dort, wo Inhalte über viele Jahre gepflegt und auf wechselnden Kanälen ausgespielt werden müssen. Die Investition in die saubere Strukturierung zahlt sich bei jeder neuen Auflage oder bei der Erschliessung eines weiteren Ausgabekanals aus.

PrintCSS

Druckproduktion mit Web-Werkzeugen

PrintCSS bezeichnet den Ansatz, druckfähige PDFs mit HTML und CSS zu erzeugen – also mit denselben Werkzeugen, die auch für die Erstellung von Websites verwendet werden. Spezialisierte Renderer wie PagedJS, Prince oder AntennaHouse unterstützen erweiterte CSS-Module für Paginierung, Kopf- und Fußzeilen, Seitenumbrüche und typografische Feinheiten.

Für viele Anwendungsfälle ist PrintCSS heute die wirtschaftlichere Alternative zu klassischen Satzsystemen: Layouts können von Frontend-Entwickler:innen gepflegt werden, Templates sind versionierbar, der Produktionsprozess lässt sich in CI/CD-Pipelines einbetten, und derselbe Code liefert oft auch die Web-Variante des Dokuments mit. Wir setzen PrintCSS unter anderem bei automatisierten Reports, Personalisierungen und Magazin-Produktion ein.

JSON – strukturierte Daten für Artikel und Web

JSON ist ein leichtgewichtiges, gut lesbares Datenformat, das sich als Standard für den strukturierten Austausch von Inhalten etabliert hat. Wo XML klassischerweise im Publishing zuhause ist, dominiert JSON heute überall dort, wo digitale Inhalte ausgetauscht werden – allen voran in Web-APIs und Headless-CMS-Systemen.

Auch für die Strukturierung von Artikeln eignet sich JSON hervorragend: Überschriften, Absätze, Bildunterschriften, Metadaten und Medienverweise lassen sich sauber in einer klaren Hierarchie ablegen. Dadurch ist derselbe Inhalt nicht an ein einzelnes Ausgabemedium gebunden, sondern kann flexibel für Web, App und Print weiterverwendet werden.

Für den Print-Workflow ist entscheidend: JSON-Daten lassen sich über individuelle Scripts (ExtendScript/UXP) oder Plugins direkt in InDesign verarbeiten. So werden Inhalte automatisiert ins Layout übernommen und an den richtigen Stellen platziert – die Brücke zwischen digitalem Content und gedrucktem Ergebnis.

KI als Werkzeug im Alltag

Generative KI hat im Publishing-Umfeld zahlreiche praktische Anwendungen: bei der Recherche, beim Erstellen von Erstentwürfen, bei Übersetzungen, bei Bildbeschreibungen oder beim Aufbereiten von Rohdaten für die Publikation. Wir setzen diese Werkzeuge gezielt dort ein, wo sie messbar Zeit sparen oder Qualität steigern — eingebettet in den bestehenden Workflow, mit klar definierten Leitplanken für die redaktionelle Verantwortung.

Konkret heisst das zum Beispiel die automatisierte Generierung von Alternativtexten für Bilder mit Vision-Modellen: Sobald ein neues Bild ins CMS hochgeladen wird, schlägt das System einen Alt-Text vor, den die Redaktion nur noch prüft und freigibt. So wird Barrierefreiheit nicht zur lästigen Pflichtaufgabe.

Sprachen ohne Umweg.

Mehrsprachige Publikationen erfordern normalerweise zahlreiche Zwischenschritte zwischen Original-Layout und übersetzter Endfassung. Mit der DeepL-Integration direkt aus InDesign heraus entfällt dieser Umweg: Textrahmen werden direkt im Layout übersetzt und Sprachebenen erstellt. Formatierungen und Absatzstile bleiben dabei erhalten.

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